5G ist nachhaltiger als 4G

Am Swiss Green Economic Forum, das in Winterthur stattfand, war unter anderem 5G ein Thema. Fazit: 5G wird den CO2-Fussabdruck minimieren. 
Foto: KEYSTONE/Peter Klaunzer

Lorenz Hilty, Professor und Leiter des Institutes Informatics and Sustainability Research der Universität Zürich, erläuterte in seinem Referat am Swiss Green Economic Forum, warum die Angst vor 5G nicht nur unbegründet, sondern falsch ist. Der Grund: 5G strahlt fünfmal weniger als 4G. Er erläuterte, dafür sorgten adaptive Antennen. Diese Antennen fokussieren das Signal in Richtung des Nutzers, weshalb die Signale mit weniger elektrischer Energie übermittelt werden können. Zudem wird die Übertragungsqualität gesteigert.

Was würde passieren, wenn die Einführung von 5G, wie von den Gegnerinnen und Gegnern gefordert, gestoppt würde? Hilty führte aus, wie die Menge der versendeten Daten angewachsen ist. So wurde im Jahr 2018 in einer Woche im Netz der Swisscom die gleiche Menge Daten transportiert wie im gesamten Jahr 2011. Die Gefahr von Engpässen ist so gewachsen.  Im Jahr 2030, so Hilty, wird in der Schweiz jährlich eine Datenmenge von 40 Billionen Gigabyte transportiert werden. Diese Menge wird bloss das 5G-Netz bewältigen können.

Ökologischer Fussabdruck 

Gemäss Hilty konnte die Angst vor 5G sich entwickeln, weil die Swisscom falsch kommuniziert hat. In Wirklichkeit strahlt 5G nicht nur viel weniger als 4G, sondern vermindert dank seiner Effizienz auch den CO2-Fussabdruck. Neue Arbeitsformen wie Flexible Work – teils im Büro, teils zu Hause – bringen es mit sich, dass leistungsfähige und stabile Netze gebraucht werden. Auch das Internet der Dinge, das auch auf der Baustelle eine Rolle spielen wird, benötigt ein stabiles und sicheres Netz.

Es ist eine Weiterentwicklung 

Hilty betonte zudem, 5G sei keine neue Technologie, sondern stelle vielmehr eine Weiterentwicklung von 4G dar. Es handle sich auch nicht um eine höhere Frequenz. Auch darum sei die Angst vor 5G nicht nachvollziehbar.

 

Über den/die Autor/in

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Susanna Vanek

Redaktion «Schweizer Bauwirtschaft»

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