Die Baubranche als wichtige Stütze

Die Verbreitung des Coronavirus eindämmen, die Menschen schützen und die Gesellschaft und die Volkswirtschaft stützen. Der Bundesrat führt unser Land mit einer differenzierten Strategie durch diese schwierige Zeit. Eine zentrale Funktion kommt dabei der Baubranche zu.

Die Herausforderungen, mit denen die Schweiz aufgrund der Corona-Epidemie konfrontiert wird, sind immens. Oberstes Gebot ist es, die Bevölkerung zu schützen und die Verbreitung des Virus einzudämmen. Die Landesregierung hat hierfür weitgehende Massnahmen beschlossen, die differenziert und wichtig sind. Für die Baubranche gelten scharfe, auf die Tätigkeiten und die Situationen auf den Baustellen abgestimmte Schutzvorschriften. Die Bauunternehmen setzen alles daran, die Regeln einzuhalten und so den Schutz der Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter sicherzustellen. Fachexperten der Suva und der Kantone stellen mit flächendeckenden Kontrollen den Vollzug sicher. Genauso wichtig ist aber auch die Verantwortung, welche die Bauherren und die Bauunternehmen vor Ort wahrzunehmen haben. Können die Massnahmen auf einer Baustelle nicht zielführend umgesetzt werden, wird diese in Absprache mit den Bauherren geschlossen.

Schützen Sie sich – das ist eine zentrale Botschaft des Bundesrates in diesen aussergewöhnlichen Tagen. Und helfen Sie solidarisch mit, unsere Gesellschaft durch diese schwierige Zeit zu führen, ist die zweite. Dies gilt zuallererst für das Gesundheitswesen. Aber nicht nur. Es ist auch von zentraler Bedeutung, dass diejenigen Teile der Wirtschaft produktiv bleiben können, wo dies mit den Schutzmassnahmen vereinbar ist. Da sind alle Mitarbeitenden im Detailhandel und in der Logistik, die die Versorgung der Bevölkerung garantieren. Da sind die Banken, die zusammen mit dem Bund innert weniger Tage die Versorgung mit Liquidität sicherstellen. Und da ist die Bauwirtschaft, die mit der aktuellen Teilproduktion den volkswirtschaftlichen Schaden in Grenzen hält und es ermöglicht, dass Hilfspakete, wie das aktuell vom Bundesrat lancierte, nicht ins Unermessliche steigen.

Für die Gesellschaft und die Volkswirtschaft ist es wichtig, dass auch während der Corona-Epidemie weitergebaut werden kann. Denn bei einem kompletten Stillstand auf dem Bau geht es nicht nur um einzelne, verspätet fertiggestellte Bauprojekte. Ein Stillstand auf dem Bau hätte wesentliche Konsequenzen für die ganze Wirtschaft. Die Bauwirtschaft trägt 10 Prozent zur Schweizer Wirtschaftsleistung bei. Dieser Pfeiler darf nicht durch gewerkschaftspolitisch motivierte Angriffe auf die Position des Bundesrats und der Bundesbehörden undifferenziert umgestossen werden.

Die Baubranche kann und will einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der schwierigen Situation mit dem Coronavirus leisten. Schützen und stützen: Diese differenzierte bundesrätliche Strategie trägt der Schweizerische Baumeisterverband mit einer klaren Haltung und grossem Engagement mit.

Benedikt Koch, Direktor Schweizerischer Baumeisterverband

Über den/die Autor/in

pic

super admin

[email protected]

Artikel teilen