Für eine flüssige Mobilität der Zukunft

Der Bundesrat hat vor kurzem eine Vernehmlassung über das Veloweggesetz durchgeführt. Der Schweizerische Baumeisterverband schlägt Anpassungen vor, denn das Velowegnetz soll Bestandteil einer ganzheitlichen Mobilität in der Schweiz sein. Das Bauhauptgewerbe trägt mit dem Ausbau des Velowegnetzes zu einer flüssigen Mobilität bei.
SBV zum Veloweggesetz
Mit dem Ausbau der Infrastruktur leistet das Bauhauptgewerbe einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Verkehrslösungen, welche alle Möglichkeiten miteinbezieht.

Die Mobilität der Zukunft könnte sich laut Umfragen des «Tour d’horizon» stark verändern. Die neue Generation agiert lokaler, ökologischer und nachhaltiger. Kürzere Distanzen, beispielsweise zur Arbeit, sind gewünscht. Verkehrsmittel wie das (E-)Velo spielen dabei eine Rolle. Mit dem Elektrovelo erfährt das Fahrrad einen weltweiten Boom. Entsprechend gross ist das Potenzial. Das Velowegnetz darf jedoch nicht als Einzelstück betrachtet werden. Es ist (ein immer grösser werdender) Teil der Mobilität.

Das Velo und damit auch dessen Wege gegen den motorisierten Verkehr oder gar den öffentlichen Verkehr (ÖV) auszuspielen ist aber falsch. Das Velowegnetz kann Teil sein einer modernen, auf die zukünftigen Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung ausgerichteten Verkehrsinfrastruktur. Dafür muss man nicht wichtige Verkehrsachsen in Velowege umfunktionieren und dabei schwächen. Vielmehr braucht es smarte und attraktive eigene Velorouten.

Integrierte Lösungen statt Kampf gegeneinander

Die Velogilde hingegen wird leider allzu oft dazu missbraucht, einen Kampf gegen den motorisierten Individualverkehr zu führen. Das hilft der Gesamtmobilität nicht, die vernetzt funktionieren muss. Der Langsamverkehr darf nicht für Einsprachen und zur Verhinderung von Strassenprojekten missbraucht werden, sondern soll eine effektive Ergänzung darstellen.

Schaffen es Politik und Behörden, die Velowege als Chance der Mobilität wahrzunehmen, wäre dies ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nebst dem MIV und der ÖV wäre das Velo dann eine passende Ergänzung. Dies ist dringend nötig. Szenarien des Bundesamtes für Statistik gehen davon aus, dass die Bevölkerung in der Schweiz weiterwachsen wird, bis zu 10.5 Mio. im Jahr 2040. Der Trend zeigt auch, dass die Bevölkerungszahlen in den Agglomerationen stark zunehmen.

Der Bau leistet wichtigen Beitrag

Mit dem Ausbau der (Velo-) Infrastruktur leistet das Bauhauptgewerbe einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Verkehrslösungen, welche alle Möglichkeiten miteinbezieht. Dazu gehört auch die Finanzierung der Verkehrswege. Diese kann mit Mobility-Pricing sichergestellt werden. Auch dort muss ein Verkehrsträger-übergreifender Ansatz verfolgt werden, ohne dass diese gegeneinander ausgespielt werden.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass auch die Politik auf diesen Zug aufsteigt. Andere grosse Städte machen es vor. In Städten wie New York oder London sind grosse Velostrassenprojekte geplant. Das Veloweggesetz bietet der Schweiz und seinen Kantonen eine erste Möglichkeit, eine flüssige Mobilität der Zukunft zu garantieren.

Gian Nauli, Politische Dossiers

Über den/die Autor/in

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Corine Fiechter

Kommunikationsverantwortliche SBV Romandie

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