Jede Baustelle mit Defibrillatoren ausgerüstet

Seit jeher ist der traditionsreichen Bauunternehmung Ulrich Imboden AG das Wohlergehen seiner Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Nun geht die Geschäftsleitung, unter dem Vorsitzenden Olivier Imboden, einen innovativen Schritt weiter: In Zusammenarbeit mit der MK-MED AG aus Raron wurden alle 21 Poliere und Vorarbeiter mit einem Defibrillator ausgestattet. Anlässlich der jährlichen Kaderschulung wurden die Mitarbeiter in Handhabung der neuen Lebensretter eingehend geschult.

Die Ulrich Imboden AG feiert 2020 ihr 85-Jahr-Jubiläum. Die Unternehmung mit Sitz in Visp, Zermatt und Saas-Fee beschäftigt rund 320, in den Spitzenmonaten im Sommer über 400 Mitarbeiter. Die Unternehmung ist in allen Bereichen des Baus tätig und fällt immer wieder auf mit qualitativen Höchstleistungen. In jüngster Vergangenheit etwa mit dem Bau der 3S-Bahn Trockener Steg – Klein Matterhorn bzw. Testa Grigia – Klein Matterhorn, des 2.6 Kilometer langen Tunnels Visp mit dem einzigartigen Überwurftunnel, dem Industriegebäude IBEX der Lonza oder der eindrücklichen Chineggabrücke in Stalden. Auch in der Ausbildung von Naschwuchs ist die Ulrich Imboden AG innovativ und marktführend: jährlich absolvieren zwischen 16 und 20 Lehrlingen ihre Ausbildung beim Baubetrieb.

Wohlergehen der Mitarbeiter im Zentrum der Unternehmensführung

«Wenn wir damit nur ein einziges Menschenleben retten können, ist die vergleichsweise hohe Investition mehr als gerechtfertigt», sagt Olivier Imboden, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Ulrich Imboden AG. Die nun damit ausgerüsteten Poliere und Vorarbeiter sind jeweils Baustellenchefs für eine Gruppe von bis zu 15 Personen. Die Bauarbeiter sind jeweils hohen Belastungen ausgesetzt; medizinische Notfallsituationen sind zwar glücklicherweise eher selten, können aber dennoch jederzeit eintreten. Dank der Schulung durch die MK-MED AG und des Samaritervereins Zeneggen sind die Baustellencapos nun in der Lage bei einem Kreislaufstillstands eine effiziente Herz-Lungen-Wiederbelegung zu tätigen und bei Bedarf den nun auf der Baustellen vorhandenen Defibrillator einzusetzen. Beim Gerät handelt es ich um einen automatischen externen Defibrillator mit Ein-Knopfbedienung. Der Ersthelfer wird durch den gesamten Prozess mit Sprachanweisungen am Gerät geleitet. Die Poliere/Vorarbeiter werden nun das eigene Baustellenpersonal in Erste Hilfe und der Handhabung des Defibrillators schulen. «Uns ist das Wohlergehen unserer Mitarbeiter enorm wichtig. Das Wichtigste überhaupt ist, dass jeder Mitarbeiter abends gesund wieder nach Hause gehen kann», resümiert Olivier Imboden.

Über den/die Autor/in

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Susanna Vanek

Redaktion «Schweizer Bauwirtschaft»

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