Maurer verdienen sehr gut und haben beste Karrierenchancen

Nicola Bagnovini, Direktor der Tessiner Baumeistersektion SSIC-TI erläutert, dass die Löhne von Maurern im Landesmantelvertrag festgelegt sind und dass Grenzgänger daher nicht zu niedrigeren Tarifen arbeiten könnten.

 

Der Kanton Tessin hat viele Grenzgänger. Welchen Einfluss haben diese auf die Löhne? In einem Interview mit La Regione meinte der Universitätsprofessor Sergio Rossi, dass sie das durchschnittliche Lohnniveau senken würden, weil «viele Grenzgänger die letzten Stufen der Treppe des Unternehmensorganigramms besetzen - wir sprechen von Verkäufern, Arbeitern, aber auch Maurern und Krankenschwestern...».

 

Dass die Maurer in dieser Aufzählung vorkommen, dagegen wehrt sich Nicola Bagnovini, Direktor der Tessiner Baumeister, in einem Leserbrief. Und stellt klar: Maurer verdienen nicht nur gut, ihre Bezüge sind auch genau durch den Landesmantelvertrag festgelegt. Dabei wird nicht auf die Herkunft geachtet. Mit anderen Worten: Grenzgänger können gar nicht weniger verdienen als Schweizer. Bagnovini erwähnt nicht nur den garantierten Lohn von 73 000 Franken für einen gelernten Maurer, er schreibt auch über die landesweit festgesetzten fünf Wochen Ferien sowie die Möglichkeit, mit 60 Jahren in Pension zu gehen. Ausserdem, so Bagnovini, hätten Maurer beste Karrieremöglichkeiten.

 

Akademiker, führt Bagonivini aus, sollten nicht in Stereotypen denken. Leider sei das Bild, der Maurer sei schlecht qualifiziert und verdiene wenig, in vielen Köpfen fälschlicherweise präsent. Das führe dazu, dass das Interesse, diesen Beruf zu ergreifen, leider gering sei. Nur deshalb müssten Tessiner Bauunternehmer Grenzgänger beschäftigen.      

Über den/die Autor/in

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Susanna Vanek

Redaktion «Schweizer Bauwirtschaft»

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