Start der Revisionen der Aus- und Weiterbildungen im Bauhauptgewerbe

Ab 2021 ist der Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» in die Umsetzungsphase gestartet. Nun werden die Revisionen der sechs Berufsfunktionen der beruflichen Grundbildung und höheren Berufsbildung in Angriff genommen.  

Der Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» wurde im Dezember 2018 lanciert mit dem Ziel, den Bedarf der Branche an gut ausgebildeten Fachkräften auch künftig decken zu können. In den zweijährigen Vorarbeiten wurden wichtige Grundlagen für moderne, zeitgemässe und bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildungen erarbeitet. Einerseits hat die Delegiertenversammlung des SBV die fünf Eckwerte des Ausbildungs- und Karrieresystems gutgeheissen. Andererseits wurden die Kompetenzprofile der sechs Berufsfunktionen Baupraktiker, Maurer, Vorarbeiter, Bau-Polier, Bauführer und Baumeister verabschiedet. Diese Meilensteine konnten nur dank der engagierten Mitwirkung der Branche erreicht werden.

Einbindung der Branche als Schlüssel zur Arbeitsmarktorientierung 

Mit dem Start der Revisionen der sechs Berufsfunktionen bleibt die starke Einbindung der Branche ebenso wichtig. Die Revisionsprozesse, die den Ablauf und die Zuständigkeiten regeln, sind vom Bund klar vorgegeben. Diese unterscheiden sich im Bereich der beruflichen Grundbildung (Baupraktiker und Maurer) und im Bereich der höheren Berufsbildung (Bauvorarbeiter, Bau-Polier, Bauführer und Baumeister). Sie haben jedoch einen wichtigen Punkt gemeinsam: Die Revisionen können nur mit Hilfe von Unternehmervertretern gelingen. Denn der SBV mit seinen Regionen und Sektionen ist als Branchenverband zuständig für die fachlichen Inhalte der Aus- und Weiterbildungen und damit für einen direkten Bezug zur beruflichen Praxis und zum Arbeitsmarkt.

Die Revisionsgremien werden mit Unternehmervertretern aus allen Sprachregionen und Landesteilen besetzt und sichern damit die Arbeitsmarktorientierung der zukünftigen Aus- und Weiterbildungen. Damit können die offiziellen Revisionen und die inhaltlichen Arbeiten in den verschiedenen Projektgruppen ab März starten.

Wichtige Schritte bereits im 2021 

Die Revisionen beinhalten relativ lange Prozesse. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Bildungsanbieter Zeit brauchen, um die Ausbildungsgänge auf die neuen Bildungsabschlüsse auszurichten. Dadurch werden die neuen Aus- und Weiterbildungen nach aktueller Planung zwischen 2023 und 2025 in Kraft treten. Die Projektgruppen werden aber bereits dieses Jahr wichtige Schritte für die zukünftigen Aus- und Weiterbildungen anpacken. So geht es zum Beispiel darum, an den so genannten «Qualifikationsprofilen» zu arbeiten. Diese stellen die formale Grundlage dar, um die Bildungsinhalte der verschiedenen Berufe zu definieren und prägen damit die zukünftigen Aus- und Weiterbildungen im Bauhauptgewerbe massgeblich.

Trotz den besonderen Umständen, die uns wahrscheinlich auch im 2021 begleiten werden, freut sich der Schweizerische Baumeisterverband mit allen Beteiligten in die Revisionen der Aus- und Weiterbildungen zu starten und dem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher zu kommen: die Sicherstellung der Arbeitsmarkfähigkeit der künftigen Fach- und Führungskräfte des Bauhauptgewerbes.

 

 

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Schweizerischer Baumeisterverband

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