Update Corona 20. Januar 2021: Das müssen Baumeister beachten

Reisen in Risikogebiete: Aktualisierte Liste der Staaten

Die Risikoländerliste wird per 1. Februar 2021 aktualisiert. Neu auf der Liste sind unter anderem die Länder Portugal, Spanien, Zypern und Slowakei sowie die italienischen Regionen Emilia-Romagna und Friuli-Venezia Giulia, das französische Departement Provence-Alpes-Côte d’Azur und das deutsche Bundesland Thüringen. Nicht mehr auf der Liste sind hingegen bereits ab dem 21. Januar Dänemark, Georgien, Kroatien, Luxemburg und Serbien.

Die vollständige Liste und weitere Informationen sind hier zu finden: www.bag.admin.ch/einreise

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer keinen Anspruch auf EO-Entschädigung, wenn er «selbstverschuldet» nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne muss. Als «selbstverschuldet» gilt eine Reise in ein Risikogebiet, nachdem dieses auf die Risikoliste aufgenommen wurde. Hier entfällt die Pflicht des Arbeitgebers zur Lohnfortzahlung. Personen, welche sich zum heutigen Zeitpunkt bereits in einem Risikogebiet aufhalten und bei Ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen, haben hingegen einen Anspruch auf EO-Entschädigung, da dies nicht als «selbstverschuldet» gilt. Es obliegt grundsätzlich dem Arbeitnehmer, bei der Ausgleichskasse EO-Entschädigung zu beantragen.

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitenden Auslandreisen in Risikogebiete nicht verbieten. Vielmehr sind die Arbeitnehmer auf die Auswirkungen einer solchen Reise hinzuweisen. Dazu kann auch die Selbstdeklaration des SBV verwendet werden.

Bundesrat erweitert Unterstützung durch Kurzarbeit

Der Bundesrat hat am Mittwoch Änderungen bei der Kurzarbeit verabschiedet. Die bisherige Karenzfrist von 1 Tag wird rückwirkend per 1. September 2020 und bis zum 31. März 2021 aufgehoben. Die Arbeitgeber brauchen infolge dieser rückwirkenden Änderung nichts zu unternehmen. Die Arbeitslosenversicherung wird ihre Abrechnung von sich aus anpassen und ihnen die Differenz für die Karenztage ausbezahlen.

Auch wird die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bei mehr als 85 Prozent Arbeitsausfall von vier Abrechnungsperioden zwischen dem 1. März 2020 und 31. März 2021 rückwirkend aufgehoben. Zugleich wird sichergestellt, dass sich diese vorübergehende Aufhebung der Höchstanzahl an Abrechnungsperioden nicht nach deren Ende nachteilig auf die Betriebe auswirkt.

Als weitere wichtige Änderung wird der Anspruch auf KAE auf Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen und Lernende ausgeweitet. KAE für Lernende erhalten die Betriebe nur, sofern die Fortsetzung der Ausbildung gewährleistet ist. Diese Anspruchserweiterung gilt bis zum 30. Juni 2021.

5-Personen-Regel gilt nicht am Arbeitsplatz

Unsere Mitglieder erhielten von verschiedenen Stellen teilweise widersprüchliche Auskünfte. Insbesondere bezüglich der 5-Personen-Grenze wurde ihnen mitgeteilt, dass diese Grenze auch in der Berufswelt gelte. Nach Rücksprache mit dem SECO wurde uns bestätigt, dass dies nicht der Fall ist. Gemäss Art. 3c Abs. 1 + Art. 6 Abs. 2 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie ist die 5-Personen-Regel einzig für Private Veranstaltungen sowie im öffentlichen Raum vorgeschrieben. In Personalräumen und Werkhöfen sowie Pausenräumen und Baracken gilt die Beschränkung der Personenzahl auf fünf Personen nicht. Notwendige Geschäfts- und Bau-Sitzungen können unter Einhaltung der Maskenpflicht und der Abstandsregel durchgeführt werden. Für Pausenräume und Kantinen gilt ebenso die Abstandsregel von 1.5 Metern und die Maskenpflicht. Die Abstandsregel ist eingehalten, wenn an 4er-Tischen zwei Plätze diagonal besetzt werden. Die Maskenpflicht ist nur während der Konsumation aufgehoben. Allenfalls ist, je nach Anzahl Personen auf der Baustelle, der Znüni gestaffelt einzunehmen oder auf mehrere Baracken zu verteilen. Auf jeder Baustelle sind zur Einhaltung der Schutzmassnahmen genügend Händereinigungsstationen mit fliessendem Wasser, Seife und Einwegtrockentüchern einzurichten.

 

Über den/die Autor/in

pic

Schweizerischer Baumeisterverband

[email protected]

Artikel teilen