Zuerst «juhui», dann «hui»

Jahresrückblick 2020: Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks beleuchten wir die Monate Januar bis April. Nach einem für den SBV sehr positivem Start mit der Eröffnung des Tour d’horizon und dem Nein zur Mieterverbandsinitiative forderte im März die Coronakrise den Verband und seine Mitglieder sehr intensiv. 

Das Jahr 2020 begann für den SBV sehr positiv. Bei der Swissbau-Eröffnung am 14. Januar 2020 nahm SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi vor dem Tour d’horizon den Ribbon Cut vor und lud so die Bevölkerung ein, mit dem SBV in einen Dialog zu treten. Der mobile Turm wird im Hinblick auf das 125-Jahres-Jubiläum des SBV, das im 2022 gefeiert wird, an verschiedenen Standorten in der Schweiz aufgestellt. In einer Umfrage, die dieses Jahr durchgeführt wurde, konnten alle Interessierten sagen, wie die Schweiz der Zukunft aussehen soll. Mit einer spektakulären Show, bei der Tänzerinnen und Tänzer sich am Tour d’horizon abseilten, wurde die Eröffnung des Turms gefeiert. Man kann also sagen, dass 2020 für den SBV ganz nach Wunsch begann.

 

 

Gegen bürokratische Eingriffe in den Wohnungsmarkt 

Auch der Februar war für den SBV von positiven News geprägt. Die Ablehnung der Mieterverbandsinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» war für die Baumeister richtig, weil die Initiative falsche Hoffnungen auf allgemein tiefere Mietpreise weckte und zudem bürokratische Eingriffe in den Wohnungsmarkt bedeutet hätte. Infolge der Ablehnung der Initiative konnte der Fonds de Roulement aufgestockt werden, 250 Millionen Franken fliessen so in den gemeinnützigen Wohnungsbau. Mit dieser Finanzspritze soll jedes Jahr rund 1600 gemeinnützige Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Schnellere und einfachere Baubewilligungsprozesse sollen dafür sorgen, dass mehr Projekte für bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden können.

Die Wirtschaft gestützt 

Und dann hielt die Schweiz den Atem an, wenigstens ein wenig. Die Monate März und April waren geprägt durch das Coronavirus und den Lockdown, den der Bundesrat am 16. März 2020 verfügte. Ein solches Szenario galt vorher eigentlich als undenkbar – und auf einmal war es da, und das ohne dass man sich vorher darauf hätte vorbereiten können. In dieser Situation leisteten die SBV-Mitglieder sehr viel. Quasi über Nacht mussten sie nicht nur Schutzkonzepte erstellen, sondern die Hygienemassnahmen auf den Baustellen auch umsetzen. Der riesengrosse Effort wurde erbracht, weshalb die Baustellen in den meisten Kantonen offenbleiben konnten. Die Bauunternehmer federten durch ihren grossen und beherzten Einsatz die durch die Coronakrise ausgelöste Rezession ab.

 

Weil die Regeln und Vorschriften, die in Sachen COVID-19 galten, teilweise täglich wechselten, suchten viele Bauunternehmer bei der SBV-Geschäftsstelle um Rat. Diese aktualisierte ihre diesbezüglichen Merkblätter laufend und konnte so den Mitgliedern Wegweiser durch den Corona-Dschungel bieten. Das Angebot kam bei den Unternehmen sehr gut an. Der SBV liess zudem ein Video erstellen, dass die Bauunternehmer den Mitarbeitenden aufs Handy schicken konnten und das diese über die Hygiene- und Schutzmassnahmen orientierte, ohne dass dazu Sprachkenntnisse notwendig waren.

Lesen Sie morgen den Rückblick über die Monate Mai bis Juli. 

Über den/die Autor/in

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Susanna Vanek

Redaktion «Schweizer Bauwirtschaft»

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